Leider kommt es vereinzelt vor, dass ein Tier, das krank zu uns gebracht wird, trotz aller medizinischen Versorgung und Fürsorge das Tierheim nicht mehr verlässt!
Insbesondere handelt es sich dabei um Katzen, die nicht geimpft und entwurmt wurden und bereits einen Virus in sich tragen. Katzenbabys werden oft schon durch eine kranke Mutter infiziert. Die unkontrollierte Vermehrung von Katzen leistet der Verbreitung eines Erregers weiter Vorschub, was durch rechtzeitiges Kastrieren verhindert werden könnte. Die Wurzel allen Übels ist also oft die Gleichgültigkeit verantwortungsloser Besitzer.
Für alle, die sich bei uns engagiert um die Pflege eines kranken Tieres kümmern, ist es nicht leicht, mit der Tatsache umzugehen, dass manchmal alle Bemühungen vergeblich sind und der Tod das Leben beendet.
Stellvertretend für alle anderen erkrankten und verstorbenen Katzen:
Der Cocker Spaniel Joschi hatte ein schweres Los. Im Alter von ca. 6 Jahren musste ihn seine Familie schweren Herzens im Tierheim abgeben. Bei uns wurde kurz darauf ein bösartiger Tumor festgestellt, der operativ entfernt wurde. Joschi konnte sich auch gut von der OP erholen und war quietschfidel.
Obwohl er die Herzen seiner Stammgassigeher im Sturm eroberte, fanden sich im darauf folgenden Jahr leider keine Interessenten. So stoß noch eine weitere Gassigeherin dazu. Es entwickelte sich eine innige Beziehung zwischen den beiden bzw. auch ihrem Lebensgefährten. Und so entschlossen sich Ilse und Reiner den Hund mit Charakter zu adoptieren. Bedauerlicherweise verhinderten zunächst Probleme mit der Halteerlaubnis den Einzug des Hundes. Davon ließen sich die beiden aber nicht abbringen und suchten eine neue Wohnung, in der die Fellnase mit einziehen durfte.
Während die Renovierungsarbeiten im vollen Gange waren, wurde zum Leidwesen aller bei Joschi ein inoperables Rezidiv diagnostiziert. Die beiden Hundeliebhaber beschleunigten den Umzug und umsorgten Joschi vorbildlich. So bekam er die feinsten Speisen gekocht und wurde gehegt und gepflegt. Sehr traurig hat alle der Umstand gestimmt, dass der arme Joschi trotzdem nur noch vier Wochen in seinem neuen Zuhause leben konnte.
Im Namen aller die Joschi gekannt haben, vielen herzlichen Dank an Ilse und Reiner, dass sie ihm ermöglicht haben in seinem neuen Zuhause zu sterben anstelle im Tierheim.
Wir vermissen unseren Joschi sehr!!
Susanne
Sam wurde am 26.11.1997 geboren und mit 12 Wochen im Tierheim Bitterfeld abgegeben.
Im Februar 1998 eroberte Sam mein Herz und ich nahm ihn mit zu mir.
Um einen Job im Tierheim Bayreuth anzunehmen, zog ich im Jahre 2001 mit Sam nach Bayreuth. Fast täglich ging Sam mit mir zur Arbeit. Jeder im Tierheim kannte ihn und wurde von ihm lautstark begrüßt. Er war so etwas wie ein Maskottchen, schien ewig jung zu bleiben und verhielt sich bis ins hohe Alter manchmal wie ein Welpe.
Ganz besonders liebte Sam Familie Peter. Wenn sein Frauchen gerade keine Zeit für ihn hatte, durfte der Rüde oft mit ihnen, ihren beiden Kindern sowie ihren Hunden Rocky und Sunny spazieren gehen.
Anfang 2010 kam dann die schreckliche Diagnose: Er hatte einen Milztumor! Nach der erforderlichen OP gaben ihm die Ärzte nur noch vier Monate, doch Sam hielt fast noch zwei Jahre durch. Unübersehbar forderte das Alter jedoch seinen Tribut.
Am 28.09.2011 verabschiedete sich Sam, der mich nahezu 14 Jahre als treuer Freund begleitete, für immer von mir.
Danke, Sam!
Ivonne