Hunde

In unserem Tierheim warten einige Hunde auf ein neues Zuhause. Dennoch kann es sein, dass Ihr Traumhund bzw. Ihre Wunschrasse gerade im Tierheim Bayreuth nicht auf Sie wartet. Deshalb beachten Sie bitte auch die Menüpunkte „Private Vermittlung“. Sie sind auf einen Hund aufmerksam geworden und möchten ihn beim Gassi gehen näher kennenlernen, dann rufen Sie bitte im Tierheim an, um mit unserem Personal einen festen Kennenlerntermin zu vereinbaren. Vorab können Sie sich auf unserer Homepage zudem über die grundsätzlichen Vermittlungskriterien und die anfallende Schutzgebühr informieren.


BEN-TAZ

Französische Bulldogge-Husky-Mix, Rüde, kastiert, geb. am 10.07.2022

BEN-TAZ ist seit April 2023im Tierheim und wurde abgegeben, da es mit dem Kind und der Katze nicht funktioniert hat. Er war nur wenige Tage in der Familie und sein „Züchter“ konnte ihn nicht zurücknehmen.

Leider hat BEN-TAZ keinen einfachen Charakter. Er neigt etwas zur Hysterie und fängt an, lauthals zu schreien, wenn er nach draußn will. Zu seiner Entschuldigung muss man aber sagen, dass er sehr viel Stress im Tierheim hat und das Eingesperrtsein nicht kennt.

Laut den „Züchtern“, zu denen wir Kontakt aufgenommen haben, kann er nicht alleine bleiben und auch seine Leinenführigkeit bereitete Probleme. Er ist ein kleiner Dickschädel und hat einen großen Bewegungsdrang, eine gelungene Mischung *Ironie* aus den beiden Elterntierrassen.

Mit Menschen, die klare Grenzen setzen, kommt er gut klar. Er nutzt allerdings die kleinste Unachtsamkeit aus, um seinen Willen durchzusetzen. BEN-TAZ ist keinesfalls ein böser Hund, aber die Pubertät trägt eben auch zu seinem derzeitigen Verhalten bei.

Er wird nicht zu Kindern oder Katzen vermittelt und ein vorhandener Zweithund sollte sehr souverän auftreten. Außerdem sollten seine Menschen hundeerfahren, konsequent und durchsetzungsfähig sein.


Miley

Mischling, Hündin, unkastriert geb.: ca. 2009

Patin: Lisa Brendel

MILEY ist seit 07.05.2019 im Tierheim Bayreuth, da ihr Besitzer sich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr um sie kümmern konnte.

MILEY ist am Anfang etwas unsicher bei ihr unbekannten Menschen und versucht, das durch Bellen zu überspielen. Hat man allerdings ihr Vertrauen gewonnen, ist sie eine lernwillige und freundliche Hündin. Es fällt MILEY bei Frauen generell leichter, Vertrauen zu fassen. Wir gehen davon aus, dass sie in ihrer Vergangenheit schlechte Erfahrung mit Männern gemacht hat. Lässt man ihr jedoch zu Beginn ihren Freiraum und gibt ihr die Zeit, sich in ihrem Tempo an den neuen Zweibeiner zu gewöhnen, legt sie ihr Misstrauen auch bei Männern nach und nach ab.

Anderen Hunden gegenüber ist MILEY nach wie vor kratzbürstig und sehr wählerisch, wenn es darum geht, Freundschaften zu schließen. Sie darf täglich mit MÄX gemeinsam Zeit auf den Auslaufwiesen verbringen und hat inzwischen auch einige Hunde, mit denen gemeinsame Gassirunden entspannt möglich sind. Dennoch ist und bleibt die Hündin eine Einzelprinzessin, die auf Artgenossen in ihrem neuen Zuhause gut verzichten kann.

MILEY läuft sehr gut an der Leine und hat bei uns gelernt, dass entgegenkommende Jogger, Fahrradfahrer oder Spaziergänger keine Gefahr für sie darstellen. Auch in Hundebegegnungen kann sie sich inzwischen gut zurücknehmen, wenn ein Mensch am anderen Ende der Leine ist, dem sie vertraut.

MILEY liebt es, mit vertrauten Menschen zu spielen und genießt sichtbar die Aufmerksamkeit, die sie bekommt. Sie beherrscht die Grundkommandos und führt diese auch zuverlässig aus, darüber hinaus hat sie bei uns viele Tricks gelernt, deren Ausführung ihr sehr viel Spaß macht.

Unsere MILEY ist inzwischen etwas grau um die Schnauze geworden. Sie genießt noch immer ihre Spaziergänge und ist für ihr Alter recht fit, dennoch wünschen wir uns für sie nun ein ruhiges, verständiges und möglichst ebenerdiges Zuhause ohne kleine Kinder, in dem sie ihr Rentnerdasein genießen kann.

Wenn MILEY Ihr Interesse geweckt hat, dann kommen Sie sie doch einmal im Tierheim besuchen und lernen unsere liebenswerte Seniorin kennen.


Simba

Labrador-Schäferhund-Mix, Rüde, kastriert, geb.: 10.10.2016

Patin: Ilona Schmidt, Stefan Keck

Simba kam im November 2020 zu uns. Er wurde abgegeben, da er mit dem Säugling nicht zurechtkam.

In seiner Anfangszeit bei uns war Simba sehr überfordert. Man merkte ihm stark an, dass er in seinem vorherigen Leben nicht viel kennengelernt hatte. So stellten auf Spaziergängen Begegnungen mit anderen Spaziergängern, Joggern, Fahrradfahrern und Autos ein großes Problem dar, denn alles brachte Simba dazu, aus seiner Haut zu fahren. Er hat in den letzten Jahren gemeinsam mit seinen Gassigehern fleißig geübt und so meistert er solche Begegnungen inzwischen mit Bravour, wenn der Zweibeiner am anderen Ende ihn sicher führen kann. Seine Leinenführigkeit hat sich in der Zeit bei uns stark verbessert, sodass Spaziergänge mit Simba inzwischen sehr angenehm sind. Er ist an den Maulkorb gewöhnt und trägt diesen bei Spaziergängen zuverlässig.

Hundebegegnungen bereiten Simba noch immer einigen Stress, aber auch hier lässt er sich von souveränen Zweibeinern gut leiten und wir sind uns sicher, dass sich dies in einem Zuhause auch schnell weiter verbessern wird. Mit Artgenossen ist Simba generell verträglich, wobei ihm Hündinnen lieber sind als Rüden. Die Vermittlung zu einem souveränen Zweithund ist, bei passender Sympathie, möglich.

Fremden Zweibeinern gegenüber ist Simba erst einmal unsicher, taut aber bei einem gemeinsamen Spaziergang schnell auf und zeigt sich dann sehr verschmust und anhänglich. Er neigt dazu, „seine“ Menschen kontrollieren zu wollen, lässt sich hier jedoch sehr gut korrigieren.

Simba ist fremden Menschen gegenüber viel offener geworden, als er es zu Beginn war. Dennoch sollten seine neuen Halter bei Begegnungen mit fremden Menschen vorsichtig sein (etwa, wenn Besuch empfangen wird) und hier auch nicht nachlässig werden.

Wir wünschen uns für Simba hundeerfahrene Menschen, die ihn souverän und vorausschauend führen können, die ihm einen geregelten Alltag mit dem nötigen Gleichgewicht aus Konsequenz und Leichtigkeit geben, das unser Simba eben benötigt. Kinder sollten bereits im Teenager-Alter sein.

Zusätzlich sollte sein neues Zuhause nicht mitten in der Stadt liegen, da er mit dem Trubel dort vermutlich nicht gut zurecht kommen würde. In den richtigen Händen wird sich Simba weiter toll entwickeln und zu einem verlässlichen Begleiter werden. Wir wünschen uns sehr, dass er nun endlich ausziehen darf.

Sollten Sie unseren Simba kennenlernen wollen, dann melden Sie sich gerne bei uns und vereinbaren Sie einen Ersttermin


Mia

Mischling, Hündin, unkastriert, geb.: 24.12.2016

Mia ist seit dem 28.02.2024 bei uns im Tierheim, sie wurde wegen Überforderung der Vorbesitzer abgegeben.

Die Eingewöhnung bei uns fiel Mia schwer und sie war zu Beginn sehr verschlossen, weshalb wir momentan noch dabei sind, sie richtig kennenzulernen. Wir werden diesen Text dementsprechend aktualisieren.

Die Hündin durfte in ihrem Leben nicht viel kennenlernen und wurde wohl die meiste Zeit im Garten gehalten. Bei uns zeigt sie ohne Anleitung ein regelrechtes „Bahnenlaufen“ und wird sehr unruhig, wenn man dieses Verhalten unterbricht und sie still stehen muss. Auch trinkt und frisst sie nicht aus allen Gefäßen. Medizinisch ist weitestgehend alles abgeklärt, leider jedoch ohne zielführende Befunde.

Mia ist von Bewegungs- und Lichtreizen leicht ablenkbar und steigert sich dann in ein richtiges Schreien hinein. Wir vermuten, dass dies aus einer Mischung aus Überforderung und einer nicht vorhandenen Frustrationstoleranz resultiert. Sie hat solche Reize wohl nie kennengelernt und reagiert nun entsprechend heftig darauf.

Bei uns klappt das Laufen auf unserem Tierheimgelände inzwischen recht gut, verlässt man dieses jedoch, fällt sie sofort in ihr altes Verhaltensmuster zurück. An ein normales Gassi-Gehen ist momentan nicht zu denken, das würde die Hündin maßlos überfordern. Mia neigt zu Übersprungshandlungen und dazu, ihren Frust in schwierigen Situationen am anderen Ende der Leine abzuladen.

Laut ihrer Vorbesitzer bleibt sie anstandslos alleine und fährt brav im Auto mit. Sie ist, auf unserem Gelände und ohne Reize, inzwischen gut leinenführig und zeigt sich Menschen gegenüber grundsätzlich freundlich.

Für Mia suchen wir ein besonderes Zuhause bei erfahrenen Menschen mit starken Nerven, die verstehen, dass Mia bei ihrer Vergangenheit zwar alles Mitleid dieser Welt verdient hätte, ihr dieses aber nicht helfen würde. Sie braucht stabile Zweibeiner, die sie anleiten und sie Stück für Stück an ein normales Leben heranführen. Menschen, die wissen, dass Mia zum jetzigen Zeitpunkt kein „normaler“ Hund ist die diese Tatsache nicht abschreckt. Eine klare Anleitung durch ihre Zweibeiner hilft ihr im Umgang mit Alltagssituationen sehr und diese sollte ihr unbedingt gegeben werden. Mia braucht ein ländliches Zuhause ohne viel Trubel, ohne Kinder und ohne andere Tiere, in dem sie zwar gefördert, aber auf keinen Fall überfordert wird.

Wir bitten um Verständnis dafür, dass der Vermittlungsprozess bei Mia unter Umständen länger dauern wird als bei anderen Vierbeinern.

Melden Sie sich gerne bei uns, wenn Sie die Hündin kennenlernen wollen.




Chippo

Mischling, Rüde, kastriert, geb.: 15.03.2016

Chippo ist seit dem 27.11.2023 bei uns im Tierheim. Er kam als Abgabehund zu uns, da er im vorherigen Zuhause, in dem er ebenfalls erst seit wenigen Wochen wohnte, mit den vorhandenen Hunden nicht zurechtkam. Ursprünglich stammt er aus Rumänien und kam wohl als Direktvermittlung nach Deutschland.

Der Rüde zeigt sich Menschen gegenüber sehr offen und kommt, außerhalb von engen Räumen, auch mit anderen Hunden gut zurecht. Unsere Beobachtungen bestätigen jedoch, dass er in der Wohnung als Einzelhund wohl besser zurechtkommen würde. Insgesamt scheint Chippo das Leben im Haus mit Menschen nicht wirklich gekannt zu haben, als er nach Deutschland kam. Er ist dort sehr aufgeregt und teilweise noch unsauber.

Chippo läuft recht gut an der Leine und ignoriert entgegenkommende Hunde größtenteils. Mit dem Auto fährt er ungern mit, hier muss er mit viel Geduld herangeführt werden.

Ob der Rüde mit Kindern verträglich ist, ist uns nicht bekannt. Wir gehen jedoch aufgrund seines offenen Wesens davon aus, dass er grundsätzlich auch zu einer Familie mit verständigen Kindern ziehen kann. Auch über seine Verträglichkeit mit anderen Tieren können wir momentan noch nichts sagen, da Chippo erst seit kurzer Zeit bei uns lebt.

Wenn ihr den Rüden kennenlernen wollt, dann meldet euch gerne bei uns.


Diego

Akita Inu, Rüde, unkastriert, geb. ca. 2022-2023

Diego ist seit dem 24.10.2023 im Tierheim. Er kam als Sicherstellung durch das Veterinäramt zu uns.

Sonderlich viel scheint der junge Rüde bisher nicht kennengelernt zu haben. Bei ihm brach in der Anfangszeit die reine Panik aus, sobald sich ein Zwei- oder Vierbeiner seinem Zwinger nur näherte. Es dauerte einige Zeit, bis er ausgewählte Menschen nach und nach an sich herankommen ließ. Er versuchte, den größtmöglichen Abstand zwischen sich und seinem Gegenüber zu bringen, zeigte sich hier jedoch zu keiner Zeit übersteigert aggressiv und steckte seine Grenzen immer fair und verständlich ab.

Nach seiner Eingewöhnungsphase taute Diego auf und machte hierbei schnell riesige Fortschritte. Geschirr und Halsband ließ er sich von seinen Bezugspersonen schnell anziehen und das Laufen an der Leine beherrschte er fast auf Anhieb sehr gut.

Hat er einmal Vertrauen zu seinen Zweibeinern gefasst, entwickelt er sich zu einem frechen, manchmal etwas distanzlosen Junghund, der gerne einmal die ein oder andere Grenze austestet. Kommt ihm dann jedoch etwas in seiner Umgebung gruselig vor, versteckt er sich schnell wieder hinter seinen Menschen und vergisst, dass er eigentlich ein kleiner Draufgänger ist. Diese Momente werden immer seltener, denn Diego gewöhnt sich schnell an neue Dinge und schafft es immer besser, seine Ängste für längere Zeiträume zu vergessen.

Wir wünschen und für Diego nun ein (rasse-)verständiges Zuhause bei Menschen, die ihm dabei helfen, in Zukunft als selbstbewusster Rüde durch sein Leben zu gehen und dennoch nicht vergessen, dass er alters- und rassebedingt eine konsequente Anleitung benötigt. Bekommt er diese nicht, kann er sich schnell in eine Richtung entwickeln, die das Zusammenleben mit ihm für beide Seiten unangenehm werden lässt. Diego zeigt schon jetzt, dass er sich seine Menschen aussucht und lässt andere dann gerne einmal links liegen. Dies ist an sich keine ungewöhnliche Eigenschaft, sie muss jedoch beobachtet und in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Wir empfehlen hierfür dringend den Besuch einer Hundeschule.

Diego könnte bei passender Sympathie sicherlich zu einem Zweithund ziehen, auch ältere Kinder (ab etwa 12 Jahren) stellen für ihn kein Problem dar, sofern diese ihm seinen Freiraum lassen, wenn er ihn benötigt.


Elli

Akita Inu, Hündin, unkastriert, geb. ca. 2013

Elli kam am 24.10.2023 gemeinsam mit vier weiteren Akitas als Beschlagnahme zu uns ins Tierheim.

Die Hündin ist sehr selbstbewusst und zeigt sowohl Zwei- als auch Vierbeinern gegenüber deutlich, dass sie gerne das Sagen hat. Sie teilt sich ihren Zwinger im Tierheim mit Manni, der großen Respekt vor ihr hat. Vermutlich kam es im vorherigen Zuhause schon zu einem Beißvorfall einer anderen Hündin gegenüber, weshalb wir bei einer Vermittlung zu einem bereits vorhandenem Zweithund stark auf die Sympathie zwischen beiden achten werden und hier einen Rüden bevorzugen würden. Generell können wir uns Elli jedoch besser als Einzelhündin vorstellen.

Die Hündin braucht Menschen, die ihr selbstsicher und konsequent gegenübertreten, da sie sonst auch den Zweibeinern gegenüber etwas „giftig“ werden kann. Wir wünschen uns ein rasseerfahrenes Zuhause, in dem Elli ernstgenommen und mit ihr gearbeitet wird.

Die Hündin läuft, ohne zu viele Reize, recht gut an der Leine, neigt jedoch dazu zu pöbeln, wenn sie das Gefühl bekommt, diese Aufgabe übernehmen zu dürfen und müssen. Hieran muss in ihrem neuen Zuhause noch weiter gearbeitet werden. Eine Vermittlung zu Kindern ist möglich, diese sollten jedoch bereits im Teenager-Alter sein und den richtigen Umgang mit Hunden kennen.

Sollte die Hündin Ihr Interesse geweckt haben, dann melden Sie sich gerne bei uns im Tierheim.


Burli

Kuvasz, Rüde, kastriert, geb. ca. 2019

Burli ist nach Vermittlung aufgrund mehrerer Beißvorfälle leider wieder zurück bei uns im Tierheim. Ursprünglich kam er als Fundhund zu uns, über seine Vergangenheit können wir somit nichts sagen.

Der Rüde bindet sich eng an seine Bezugspersonen und hält andere Zweibeiner konsequent auf Abstand. Rassetypisch ist er sehr wachsam und braucht unbedingt ein sicher eingezäuntes Grundstück. Er liebt es, draußen zu sein und wird auch in Zukunft sicherlich viel Zeit im Garten verbringen wollen. Laut seiner Vorbesitzer kann er alleine bleiben und ist stubenrein. Er kennt die gängigen Grundkommandos und fährt problemlos im Auto mit.

Burli ist kein Anfängerhund. Er hat mehrfach zugebissen und das muss unbedingt ernst genommen werden. Er beschützt sein Grundstück und besitzt zudem eine ausgeprägte Ressourcenaggression, wenn es um sein Futter geht.

Unser Burli ist generell verträglich mit anderen Hunden, eine Vermittlung zu einem Zweithund kann jedoch nur bei 100%ig passender Sympathie zwischen den Vierbeinern erfolgen, wenn zudem gewährleistet ist, dass die beiden zumindest in der Anfangszeit nicht unbeaufsichtigt zusammen sind. Zu Katzen, anderen Kleintieren kann Burli nicht vermittelt werden, auch Kinder dürfen aufgrund seiner Vergangenheit nicht in seinem neuen Zuhause leben.

Burli ist ein Rüde, der weiß, was er will. Er braucht nun Menschen, die das ebenfalls wissen und ihm die Verantwortung konsequent und vor allem dauerhaft abnehmen. Sie müssen die Körpersprache von Hunden lesen können, denn Burlis Kommunikation ist sehr fein und für den Laien ist oft nicht zu erkennen, was der Rüde einem mit seinem Verhalten sagen möchte. Für Herdenschutzhunde-Fans ist unser Hübscher ein Traum, denn er bringt genau das mit, was von einem Hund seiner Art erwartet wird. Unterschätzt man ihn und seine Vergangenheit nicht und behält man seine schwierigen Seiten im Hinterkopf, gewinnt man einen klaren Hund, der für seine Bezugsperson alles tun würde.

Wenn unser Burli Ihr Interesse geweckt und Sie Erfahrung mit (Herdenschutz-)Hunden haben, dann melden Sie sich gerne bei uns im Tierheim


Mäx

Chihuahua-Mix, Rüde, unkastriert, geb.: ca. 2017

MÄX ist seit Mai 2021 im Tierheim und wurde wegen gesundheitlicher Probleme des Besitzers bei uns abgegeben.

Der hübsche Rüde ist lebhaft und sehr aufmerksam. Er hat aber auch eine sehr verschmuste und anhängliche Seite, die er zeigt, sobald er Vertrauen aufgebaut hat.

Tierarztbesuche und ähnliche Situationen, die außerhalb des normalen Alltags auftauchen, überfordern ihn noch sehr, wobei auch hier das Vertrauen zu seinen Bezugspersonen eine große Rolle spielt. Seine neuen Menschen sollten mit ihm das Anlegen eines Maulkorbs üben, was auch bei uns bereits angefangen wurde.

MÄX wird nur in einen kinderlosen Haushalt ohne Katzen vermittelt, in dem er nicht bzw. nicht lange alleine bleiben muss, denn dies bereitet ihm laut Vorbesitzer Probleme.

Hier zeigt sich MÄX ansonsten sehr freundlich und gut gelaunt. Einen guten Draht zu Hündinnen hat er ebenfalls, denn er ist bisher der einzige Hund, der sich gut mit unserer eher unverträglichen Miley versteht. Bei Rüden entscheidet die Sympathie.

Wir wünschen uns für ihn Menschen, die schon Hundeerfahrung haben und ihm sowohl Beschäftigung als auch Ruhe bieten können. Er hat so viel Potential und wird mit Sicherheit ein toller Partner werden.


Hugo

reserviert
Dobermann, Rüde, unkastriert, geb.: 21.08.2022

HUGO ist seit November 2023 im Tierheim. Abgegeben wurde er wegen Überforderung.

Als er zu uns kam, war er wild, distanzlos, unsicher und ging auch nach vorne, wenn man ihm zu nahe kam. Er war an der Leine kaum zu halten und zeigte keinerlei Erziehung.

Das Positive ist, HUGO hat sich nach einigen Wochen Training sehr zum Guten verändert. Die Orientierung am Menschen ist viel besser geworden und auch die Leinenführigkeit klappt mittlerweile ganz gut. Nur bei zunehmender Ablenkung tut er sich noch schwer.

HUGO braucht, damit sich dies weiterhin so entwickelt, kompetente Menschen, die ihm zum einen Bestätigung geben, wenn er seine Sache gut macht, die ihm aber auch äußerst konsequent eine klare Linie vorgeben. Vertraut er seinem Menschen, klappt es auch gut mit Fremdpersonen und er zeigte hier keine Tendenz mehr, nach vorne zu gehen.

Im Tierheim hat HUGO viel Stress und deshalb hoffen wir, dass seine Familie ihn bald findet und ihm ein Zuhause schenkt. Er wird allerdings verständlicherweise nicht zu Kindern vermittelt.

Mit anderen Hunden ist HUGO sehr unsicher, eine Vermittlung zu einer souveränen Hündin wäre aber denkbar. Generell muss der Kontakt zu Artgenossen noch geübt werden.

HUGO ist ein Rohdiamant, der keinesfalls ein verkehrtes Wesen hat, er ist immer bemüht, alles richtig zu machen, nur braucht es eben ein bisschen Zeit. Gerade Ruheübungen fallen ihm noch sehr schwer, sollten aber weiter aufgebaut werden, um seiner hibbeligen Art entgegenzuwirken.

Bei Fragen können Sie sich jederzeit bei uns melden, gerne vereinbaren wir auch einen Kennenlerntermin.


Willy

Foxterrier Mix, Rüde, kastriert, geb.: 13.03.2015

WILLY ist seit 07.11.2015 bei uns. Wir haben ihn von einer ungarischen Tötungsstation übernommen.

Er ist in seinen guten Phasen sehr freundlich und lässt sich dann auch gerne streicheln, in seinen „anderen“ Phasen ist er leider sehr unkontrolliert und wie in einer anderen Welt. Seine große Leidenschaft ist das Rennen. Kann er laufen, ist er glücklich.

WILLY ist leider nicht ganz gesund. Anfangs konnte er sich gar nicht auf Dinge fokussieren, was aber durch entsprechende Übungen besser wurde. Er lernt gerne Neues, aber benötigt hierzu sehr, sehr viel Zeit. Wenn mehrere Reize gleichzeitig auf ihn einwirken, bedeutet das für ihn puren Stress und er fängt an, sich im Kreis zu drehen oder verfällt dann in aggressives Verhalten. Woher das genau kommt, konnte leider trotz umfangreicher medizinischer Untersuchungen nicht geklärt werden.

Je mehr man sich aber mit ihm beschäftigt, desto mehr lernt man WILLY zu „lesen“ und desto besser lassen sich solche Situationen vermeiden. Ob sich das in Zukunft ganz geben wird, ist nicht sicher.

Mit anderen Hunden kann WILLY leider nicht umgehen, deshalb wird er nur als Einzelhund vermittelt.

Zum jetzigen Zeitpunkt benötigt WILLY ein Zuhause mit einem eingezäunten Garten, in dem er sich frei bewegen kann. Ob er jemals in einem Haus/Wohnung zurechtkommt, muss die Zeit zeigen. Auch Gassi-Gehen ist nicht möglich, da ihn dies überfordert.


Kibar

Kangal, weiblich, unkastriert, geb.: 2013

Patin: Angela Schramm

KIBAR wurde durch das Veterinäramt wegen schlechter Haltung beschlagnahmt und unserer Obhut übergeben.

Sie ist ihren Bezugspersonen gegenüber sehr freundlich und anhänglich. Auch bei Fremden dauert es meist nicht lange, bis sie Vertrauen fasst. Sie ist aktiv, liebt es zu Buddeln und spielt auch gerne mit ihren Menschen. Ganz kangaltypisch ist sie territorial und bewacht ihre Wiese, wenn Fremde vorbeikommen.

Beim Gassigehen ist KIBAR oft etwas stur und lässt sich dann nur mit etwas Überzeugungskraft zum Weitergehen bewegen, wenn sie z.B. einen anderen Weg interessanter findet. Beim Zusammentreffen mit anderen Hunden sollte man Abstand halten.

Mit großen Rüden hat KIBAR keine Probleme. Hündinnen mag sie nicht so gerne.

Auch wenn KIBAR für einen Kangal eher einfach ist, sollte man sich über die Rasse informieren. Sie wird nur an Menschen vermittelt, die ihr ein eingezäuntes Grundstück bieten können. Denn auch hier bei uns zeigt sie deutlich, wie sehr ihr das Bewachen liegt.

Wenn KIBAR Ihr Interesse geweckt hat, dann melden Sie sich gerne bei uns um mehr über sie zu erfahren.


Marek

Šarplaninac-Mischling, Rüde, kastriert, geb.: 2019

MAREK ist seit März im Tierheim und wurde wegen Überforderung bei uns abgegeben.

Der junge Rüde ist ein typischer Vertreter der Herdenschutzhunde. Welche Rassen genau drinstecken, lässt sich allerdings nicht zweifelsfrei sagen. Er ist sehr loyal seinen Bezugspersonen gegenüber, während er bei Fremden misstrauisch ist und jeden erst mal anbellt. Mit ihm bekannten Menschen kuschelt er gerne.

Mit anderen Hunden hat MAREK nicht viel Erfahrung. Hündinnen findet er schon ganz gut, allerdings weiß er nicht so richtig, was er machen soll. Es wird aber Stück für Stück besser.

Seine Leinenführigkeit ist leider nicht die beste, was aufgrund seiner Größe und Kraft einiges an Standhaftigkeit seitens des Menschen voraussetzt. Besonders wenn er andere Hunde sieht, ist er oft schwierig zu halten.

Wir wünschen uns für ihn ein ländliches Umfeld mit einem eingezäunten Grundstück. Er streift gerne über unsere Hundewiesen und meldet es sofort, wenn jemand Fremdes sich in der Nähe aufhält. Kinder und Katzen sollten im neuen Haushalt nicht leben.

Wer also über Hundeerfahrung verfügt, es mit einem kleinen Sturkopf aufnehmen will und einen treuen Begleiter fürs Leben sucht, der ist bei MAREK an der richtigen Stelle.


 Sammy

Australien Shepherd – Appenzeller-Mix, Rüde, kastriert, geb.: 09.10.2014

Pate: Noah Kummer

Vermittlung nur an Einzelperson!!

Sammy ist außerhalb des Hauses ein sehr unkomplizierter Rüde. Er ist leinenführig und pöbelt beim Gassi-Gehen niemanden an. Egal ob ihm ein Fahrradfahrer, ein Jogger, ein anderer Hund oder ein Pferd entgegenkommt, besitzt man eine gewisse Sicherheit in der Führung und zeigt man ihm das auch, dann läuft er problemlos an Allem vorbei. Spaziergänge gemeinsam mit ihm fremden Menschen und Hunden sind ebenfalls kein Problem, da Sammy prinzipiell mit Artgenossen verträglich ist und bei ihm fremden Menschen gerne den Charmeur zum Vorschein bringt, wenn diese sich ihm selbstsicher gegenüberstellen. Aufpassen muss man nur dann, wenn er eine Person auf den ersten Blick nicht sympathisch findet, aber auch hier reicht meist ein wenig Abstand zu Beginn, bis er sich an die Anwesenheit gewöhnt hat.

Autofahren gehört nicht zu Sammys größten Hobbies, er springt inzwischen jedoch brav hinein und verhält sich bei der Fahrt ruhig. Zecken lässt er sich gut entfernen und auch Bürsten ist kein Problem, das genießt er sogar sehr.
Er hat bei uns bereits Stadt-Besuche mit Bravour gemeistert und orientiert sich hier gut an seinen Menschen. Bei einem Besuch in der (Außen-)Gastronomie hat er sich bereits nach wenigen Minuten abgelegt und sich entspannt.
Nun sitzt Sammy trotzdem (mit einigen kurzen Unterbrechungen) wieder bei uns im Tierheim, denn er hat ein gewisses Päckchen zu tragen.

Sammys Probleme zeigen sich erst im häuslichen Zusammenleben. Er hinterfragt, nach einer gewissen Eingewöhnungsphase, die sozialen Gefüge in seinem Zuhause, was leider schon zu mehreren Beißvorfällen geführt hat. Daran sind auch die bisherigen Vermittlungsversuche gescheitert. Bei Sammy wird sich dies auch nicht durch eine längere Kennenlernphase im Tierheim vermeiden lassen, da sich in der Vergangenheit gezeigt hat, dass diese Verhaltensmuster gerade im Zusammenleben mit Menschen auftreten, die er kennt und zu denen er eine Bindung aufgebaut hat.

Was suchen wir nun für Sammy? Der hübsche Rüde braucht eine absolut konsequente Führung mit einer klaren Struktur in seinem Alltag. Da Sammy sich daheim auf eine Person fixiert und weitere Personen im Haushalt nach einer gewissen Zeit nicht mehr akzeptiert, wird er nur an eine Einzelperson vermittelt. Diese sollte Erfahrung mit Hunden -bestenfalls auch mit ähnlichen Problemen wie Sammy- haben und sich nicht von ihm einschüchtern lassen. Sammy spürt Unsicherheiten bei „seinen“ Menschen sofort und nutzt diese aus, genauso merkt er jedoch auch, wenn ihm jemand bestimmt und sicher entgegenstellt, dann bringt er dieser Person auch Respekt entgegen. Dennoch darf man Sammy auch dann nicht unterschätzen, wenn man sich seinen Respekt erarbeitet hat. Er wird auch hier versuchen, seine Interessen durchzusetzen und leider kann man nicht vorhersagen, ob sich seine „dunkle Seite“ bei einem Streicheln zur falschen Zeit, bei dem Versuch, ihn von der Couch zu schicken oder beim Füttern zeigen wird. So hübsch und charmant der Rüde ist, so unberechenbar ist er leider in solchen Situationen.
Genau deswegen wird der Maulkorb deshalb ein dauerhafter Begleiter für unseren Sammy bleiben. Diesen akzeptiert er jedoch gut und er stört ihn meist nicht.
In den richtigen Händen wird Sammy ein wunderbarer Begleiter im Alltag sein.
Körperliche und auch geistige Auslastung sind wichtig für ihn, machen aber unglaublich viel Spaß, denn Sammy ist mit riesiger Begeisterung bei der Sache und liebt es, neue Tricks zu lernen.

Für Sammy suchen wir dringend ein neues Zuhause, denn bei uns ist er langsam aber sicher „austherapiert“. Seine Probleme im häuslichen Bereich können wir hier leider kaum bekämpfen, denn bei uns verhält er sich vorbildlich und wir können das häusliche Zusammenleben nicht (dauerhaft) simulieren.
Sollte der Charmeur Ihr Interesse geweckt haben, dann melden Sie sich gerne bei uns.